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🇬🇧 United Kingdom

Lokale Küche auf Bermuda

Die Küche Bermudas ist in dieser Gruppe die am stärksten britisch geprägte — eine mittelatlantische Insel, die seit 1609 britische Kronkolonie ist und deren Speisen drei Jahrhunderte Nähe zu London widerspiegeln, nicht zur Karibik oder zum amerikanischen Süden. Das Herzstück ist der Bermuda fish chowder: eine gehaltvolle Suppe auf Tomaten- und Worcestershiresauce-Basis, die am Tisch mit Sherry-Pfeffersauce verdunkelt und gewürzt und mit einem Schuss Goslings Black Seal Rum verfeinert wird — eine bermudinische Kombination, die es nirgendwo sonst auf der Welt gibt. Das Kabeljaufrühstück (eingesalzter Kabeljau, entsalzt und mit gekochten Kartoffeln, Bananen, Avocado, hartgekochtem Ei und einer Rahm- oder Tomatensauce serviert) ist das Sonntagsritual, seit dem 17. Jahrhundert unverändert. Rockfish (bermudinischer Name für den Schwarzen Zackenbarsch) und Gelbflossen-Thunfisch sind die begehrtesten Fische aus den umliegenden blauen Gewässern. Goslings Rum, der seit 1857 produziert wird, bildet die Grundlage des bekanntesten Cocktails der Insel: des Dark 'n' Stormy — Goslings Black Seal Rum mit Ingwerbier — den Goslings als einzige authentische Version markenrechtlich geschützt hat.

Regionale Spezialitäten

Bermuda fish chowder

Bermuda fish chowder

Das unverwechselbare bermudinische Gericht: ein tief aromatischer, tomatenbasierter Chowder aus Rockfish (Schwarzer Zackenbarsch) oder einem anderen lokalen Fisch, mit Kartoffeln, Sellerie, Zwiebeln, grüner Paprika, Thymian und Worcestershiresauce. Das charakteristische Abschlussritual ist einzigartig bermudinisch: Jeder Gast gibt nach eigenem Geschmack Sherry-Pfeffersauce hinzu (ein bermudinisches Würzmittel aus kleinen lokalen Paprikaschoten, die seit dem 19. Jahrhundert in trockenem Sherry eingelegt werden) und einen Schuss Goslings Black Seal Rum. Die Kombination aus dem heißen, herzhaften Chowder mit der scharfen, kräuterwürzigen Sherry-Pfeffersauce und dem melassedunklen Rum ist außergewöhnlich — etwas Vergleichbares gibt es anderswo nicht. In jedem traditionellen bermudinischen Restaurant zu finden.

Kabeljaufrühstück

Kabeljaufrühstück

Das Sonntagmorgenritual Bermudas: eingesalzter Kabeljau, über Nacht entsalzt und pochiert, bis er gerade anfängt zu flocken, serviert auf einem Teller mit gekochten Kartoffeln, einer geschälten Banane, geschnittener Avocado und einem hartgekochten Ei, nach Wahl mit einer Rahmsauce (Butter, Mehl, Milch) oder einer Tomatensauce. Die Kombination von Salzfisch und Banane ist ungewöhnlich, aber alt — die Süße der Banane mildert den Salzgehalt des Fischs. Wird sonntags zu Hause und in traditionellen bermudinischen Restaurants gegessen. Die Kombination wird seit der Kolonialzeit im Wesentlichen in derselben Form zubereitet.

Gegrillter Rockfish

Gegrillter Rockfish

Der bermudinische „Rockfish" ist der Schwarze Zackenbarsch (Mycteroperca bonaci), der begehrteste heimische Fisch der Insel — eine große atlantische Riffsart mit festem, süßlichem, weißem Fleisch. Einfach mit Olivenöl, Zitrone, Thymian und Knoblauch gegrillt, serviert mit Reis, Erbsen und Gemüse. Wird auch im Fisch-Chowder und in gebratenen Restaurantgerichten mit verschiedenen Saucen verwendet. Die umliegenden tiefen, klaren Atlantikgewässer liefern exzellenten Zackenbarsch; die Fischerei ist reguliert und saisonale Grenzwerte gelten. Am besten von Juni bis Oktober.

Bermuda fish sandwich

Bermuda fish sandwich

Ein bermudinisches Grundnahrungsmittel, das gleichzeitig alltäglich und beliebt ist: ein gebratenes Fischfilet (in der Regel Wahoo, Rockfish oder Mahi-Mahi) in einem Rosinenbrötchen oder Toastbrot, garniert mit Krautsalat, Tartarsauce und scharfer Sauce. Das Rosinenbrot ist ungewöhnlich, aber traditionell — das leicht süße Brot kontrastiert den herzhaften gebratenen Fisch auf eine Weise, die zum bermudinischen Standard geworden ist. Verkauft an Fischständen, Strandkiosken und in Casual-Restaurants. Das Freitags-Fischsandwich ist hier kulturell genauso bedeutend wie der Freitags-Fischgrill in der Karibik.

Hoppin' John

Schwarzaugenbohnen, gekocht mit Reis, Zwiebeln, geräuchertem Schweinefleisch (Speck, Schweinshaxe oder Salzfleisch), Thymian, Knoblauch und schwarzem Pfeffer — die bermudinische Version eines Gerichts mit tiefen Wurzeln in der westafrikanischen und südamerikanischen Küche. An Neujahr für Glück gegessen; auch das ganze Jahr über als Beilage zu gegrilltem Fisch und gebratenem Hühnchen in traditionellen bermudinischen Restaurants serviert. Die Bohnen und das rauchige Schweinefleisch zusammen ergeben ein dichtes, erdiges, sättigendes Ergebnis; der Reis nimmt das gesamte Schweineschmalz auf.

Shark hash

Ein unverwechselbar bermudinisches Gericht: gegartetes Hai-Fleisch (in der Regel Ammenhai oder Tigerhai), gemischt mit Zwiebeln, grüner Paprika, Thymian und Gewürzen, dann gebraten oder gebacken zu einem Hash. Zum Frühstück oder Mittagessen gegessen, auf Brot serviert oder als Vorspeise. Der Haifischfang ist auf Bermuda eine Tradition, und die Zubereitung von Shark hash reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. In einer kleinen Anzahl traditioneller Restaurants und gelegentlich bei Heritage-Food-Veranstaltungen zu finden; auf Touristenmenüs nicht üblich, aber einen Besuch wert.

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